Letter to Myself

Letter to myself

In der Mitte des Sommers habe ich einen Checkout ausprobiert, der auf den Namen "Letter to myself" hört. Hierbei geht es darum, dass die Teammitglieder einen Brief an sich selber schreiben. Der Inhalt des Briefes kann theoretisch beliebig modifiziert werden. Ich habe dem Team die Aufgabe gestellt, dass der Brief etwas beinhalten soll, was sie an sich selber, bzw. an ihrem eigenen Prozess verbessern wollen. Das Schreiben des Briefes passiert im Geheimen, also es muss nicht vorgestellt werden was darin steht und die anderen sollen es auch nicht wissen. Es könnte ja durchaus etwas sehr persönliches sein kann, z.B.: eine persönliche Schwäche an der man arbeiten möchte. Wenn alle ihren Brief an sich selber geschrieben haben werden diese zugeklebt und mit dem Namen versehen und ich habe die Briefe dann eingesammelt. Diese sind nun sicher in meiner Schublade verschwunden.

Da bei uns dann die Urlaubszeit begann und auch ein Kollege für zwei Monate in Elternzeit war, wurden die Briefe sehr lange nicht angerührt. Ich wollte mit der Verteilung einfach warten bis alle wieder da sind.

Nach ca. 3 Monaten waren endlich mal wieder alle vom Team da. Das war meine Chance um dann die Briefe wieder zu verteilen. Das gute an der langen Zeit war, dass eigentlich alle vergessen hatten, dass sie diesen Checkout irgendwann mal gemacht haben. Die Briefe wurden dann verteilt und jeder im Team hatte die Möglichkeit für sich selbst zu überprüfen ob er sein Ziel erreicht hat. Ich habe es jedem im Team dann freigestellt ob er es dem Team erzählen möchte, was er sich selber geschrieben hat, oder ob er es nicht erzählen will. Teilweise wurde es erzählt, teilweise nicht. Was jedoch jeder gemacht hatte war, dass er gesagt hatte ob er sein Ziel erreicht hatte. Spannend war, dass die Ziele in kleinen Teilen erreicht wurden, aber wahrscheinlich hat keiner 100% seiner Ziele erreicht. Eventuell ist die Zeit zu lange gewesen, allerdings vermute ich eher, dass das geschriebene doch schnell wieder vergessen wird wenn man aus der Retrospektive raus geht und wieder in den Arbeitsalltag eintaucht. Jedoch besteht ja auch die Hoffnung, dass wenn man den Brief dann wieder bekommt man auch daran erinnert wird, was man sich vorgenommen hat und dieses Ziel dann eventuell weiter verfolgt.

Die Idee für den Checkout habe ich aus einem anderen Checkout aus folgender Quelle abgeleitet:
Note-to-Self